31.03.2020

Krebsverband Baden-Württemberg setzt sich für die Sicherung der onkologischen Versorgung ein.

31.03.2020

neuartigen Corona-Virus verunsichert
und haben Fragen. Geht meine Krebsbehandlung weiter? Wie gefährdet bin
ich? Wie verhalte ich mich jetzt als Risikopatient? Der Krebsverband Baden-
Württemberg steht in dieser schwierigen Zeit an der Seite der Krebspatienten
„Wir tun alles dafür, dass die onkologische Versorgung im Land sichergestellt
bleibt“, sagt Geschäftsführerin Ulrika Gebhardt. Telefonische Beratung gibt es
auch bei den Krebsberatungsstellen.

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„Krebspatienten sind schon allein durch die Diagnose und die Behandlung schwer
belastet“, sagt Gebhardt. „Nun kommt die Angst vor der zusätzlichen
Krankheitsbelastung durch das Corona-Virus hinzu. Darum setzen wir und die
Berater der Krebsberatungsstellen alles daran, für unsere Krebspatienten und deren
Angehörigen telefonisch erreichbar zu bleiben, und ihnen weiterhin mit Rat und Tat
zur Seite zu stehen.“ Auch die 14 Krebsberatungsstellen im Land bleiben für
Krebspatienten und deren Angehörigen telefonisch erreichbar und helfen bei
psychoonkologischen und sozialrechtlichen Fragestellungen weiter. Die
Telefonnummern oder Email-Adressen sind auf der Internetseite des
Krebsverbandes unter www.krebsverband-bw.de zu finden. Dort finden Sie auch
viele wichtige Links zu weiterführenden Informationen.

 

Der Krebsverband Baden-Württemberg hat angesichts der Corona-Krise die
Zusammenarbeit mit den Tumorzentren, den onkologischen Schwerpunkten, den
niedergelassenen Onkologen und den Krebsberatungsstellen im Land intensiviert.
„Natürlich sollten notwendige Behandlungsschritte trotz Ausbreitung des
Coronavirus auf optimalem Niveau weiter durchgeführt werden“, sagt Professor Uwe
Martens, Klinikdirektor der SLK-Kliniken Heilbronn und Vorsitzender des
Krebsverbandes. Auch in Baden-Württemberg berücksichtige man bei der
Behandlung von Krebspatienten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für
Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO), wonach Nutzen der
Krebsbehandlung und Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus immer individuell
abgewogen werden müssten. Das Ansteckungsrisiko sei bei jedem Patienten
unterschiedlich, je nach persönlichen Kontakten und Lebensumständen.

 

Besonders gefährdet sind nach Angaben der DGHO Patienten mit einem
geschwächten Immunsystem durch Leukämien, Lymphome bei aktiver Erkrankung,
einer niedrigen Zahl weißer Blutkörperchen, niedrige Immunglobulinwerte,
langdauernde Unterdrückung des Immunsystems, zum Beispiel durch Kortison oder
allogene Stammzelltransplantation und andere zelluläre Therapien. Demgegenüber
haben viele andere Krebspatienten mit chronischer und gut beherrschter
Erkrankung oder nach einer erfolgreichen Erstbehandlung kein erhöhtes Risiko für
einen schweren Krankheitsverlauf bei Ansteckung mit dem Corona-Virus.

 

Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, sollten sich Krebspatienten an
die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und vom
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) empfohlenen Schutzmaßnahmen halten:
Das sind die freiwillige Isolation (weitestgehende Einschränkung sozialer Kontakte,
Abstand zu anderen halten), Beachten erster Krankheitszeichen wie Husten und
Fieber sowie Handeln (bei Krankheitszeichen sofortige telefonische oder
elektronische Kontaktaufnahme mit Arzt oder Krankenhaus).

 

Die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die
Deutsche Krebsgesellschaft, der Dachverband des Krebsverbandes Baden-
Württemberg, haben unter Einbeziehung ihrer Netzwerke mit universitären
Krebszentren, zertifizierten onkologischen Zentren, den Krebsinformationsdiensten
und weiteren Partnern eine Task Force gegründet. Diese hat ein unter anderem ein
Frühwarnsystem aufgebaut, um möglichst frühzeitig ein Signal über mögliche
Einschnitte in der Onkologie an Entscheidungsträger geben zu können. Die aktuelle
Versorgungslage in Deutschland wird regelmäßig bewertet, um kurzfristig den
Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern zu suchen.

 

Über den Krebsverband Baden-Württemberg:
Der Krebsverband Baden-Württemberg gehört zur Deutschen Krebsgesellschaft und
ist bereits seit 80 Jahren aktiv. Seine Hauptaufgabe sieht der Verband in der
Prävention sowie in der Information und Beratung von Betroffenen. Mithilfe der vom
Krebsverband intensiv betriebenen Vernetzung aller an einer Krebsbehandlung
beteiligten Akteure wie onkologische Tumorzentren, Schwerpunktkliniken,
Psychologen, Rehazentren oder auch Selbsthilfegruppen soll den Patienten eine
optimale Therapie ermöglicht werden.

 

Viele weitere Informationen finden Sie unter:

 

Logo

 

https://www.krebsverband-bw.de/

 

 

 

Gerhard Kreutzer

Quelle: Pressestelle Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Bilder/Grafik: Pressestelle Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

31.03.2020