04.05.2016

16. Patiententag Uni Tübingen

04.05.2016

 

Prof. Dr. med. Stephan C. Bischoff, Geschäftsführender Direktor, Institut für Ernährungsmedizin, Uni Hohenheim, Leiter des Zentrums für Ernährungsmedizin Tübingen – Hohenheim sprach in seinem Vortrag über Ernährung und Krebs. Die Rolle der Ernährung in der Prävention und Therapie von Krebserkrankungen. Ebenso war ein sehr wichtiger Punkt zum Thema die „Vermeidung von Unterernährung“ Hierzu auch ein paar Schaubilder in der Galerie.

Musiker der Musikschule Tübingen brachten ein Intermezzo der besonderen Art und begeisterten die Anwesenden mit ihren Musikstücken.

Zum nächsten Thema des Vormittages sprach Prof. Dr. med. Joachim Drevs aus Freiburg in seinem Vortrag über „Prävention und Therapie von Krebserkrankungen – Welche Rolle spielen körperliche Aktivität und Sport?“ Und es zeigte sich, dass Bewegung für das allgemeine Befinden von sehr großem Vorteil sein kann, die Krebserkrankung und auch der damit verbundenen Begleitsymptome entgegenzuwirken. Ein ganz extremes Beispiel war Frau Petersen, Botschafterin der DKMS, vor ihrer Erkrankung aktive Sportlerin, die mehrfach an Leukämie erkrankte, nach dem ersten Rezidiv eine autologe (eigene) Stammzelltransplantation hinter sich brachte, nach doch recht kurzer Zeit wieder einen Rückfall (Rezidiv) erlitt und dieses Mal eine allogene (fremde) Stammzelltransplantation durchmachen musste. Aber auch wieder nicht genug, die Krankheit kam ein weiteres Mal zurück und die Mediziner wollten sie schon aufgeben und für Frau Petersen stand fest es wird weiter gekämpft und so musste sie sich einer weiteren allogenen (fremden) Stammzelltransplantation über sich ergehen lassen. Mittlerweile ist sie Rezediv frei und widmet sich wieder ihrem Sport dem Laufen und hat auch schon an einigen Stadtläufen erfolgreich teilgenommen.

Nach der guten Versorgung in der Mittagspause nahm ich an der Führung „Der Pathologe, Lotse der Therapie: Intraoperative Diagnostik im OP“ teil. Dr. med. Ralf Kurth Assistenzarzt Abt. Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, Institut für Pathologie und Neuropathologie Tübingen zeigte uns die Räumlichkeiten der Pathologie und der einzelnen Arbeitsschritte vom Eingang einer Gewebeprobe bis hin zur Feststellung einer Diagnose. Es war doch sehr Bemerkenswert welche Schritte Notwendig sind um eine genaue Diagnose stellen zu können.

Nach der Führung nahm ich an einem Vortrag von Prof. Dr. med. Wichard Vogel, Oberarzt Abt. Onkologie, Hämatologie, Immunologie, Rheumatologie und Pulmologe, Medizinische Universitätsklinik Tübingen zum Thema“ Knochenmark- und Stammzelltransplantation“ teil. Hier waren wir ein sehr kleiner Kreis und so konnte man mit Prof. Vogel dies als eine fast persönliche Runde ansehen und es wurden doch sehr viele Fragen gestellt und diskutiert. Eine sehr überzeugende und gut gelungene Runde zu einem sehr wichtigen Thema.

Nach einer kleinen Kaffeepause ging es mit einem Podium unter dem Motto: „Offene Fragerunde: Patienten fragen – Ärzte antworten weiter. Die Anwesenden hatten bei ihrer Anmeldung Zettel erhalten, wo man Fragen stellen konnte und diese dann in der Podiumsdiskussion zur Sprache kamen. Gegen 17.00 Uhr ging ein erlebnisreicher und vor allem Informationsreicher mit vielen Vorträgen und Führungen bestückter Tag zu Ende.

Eins aber wollen wir hier nicht vergessen, während des ganzen Tages wurden wir Besucher bestens betreut und mit Speisen und Getränken versorgt. Ein herzliches Danke an Frau Karin Müller, stellv. Geschäftsführerin am UKT, und ihrem gesamten Team für einen perfekt organisierten Patiententag.