Bispezifische Antikörper stellen eine neuartige Form der Immuntherapie dar, durch die sich die Behandlungsmöglichkeiten bei vielen Lymphomerkrankungen erheblich verbessert haben. Ähnlich wie monoklonale Antikörper erkennen bispezfische Antikörper bestimmte Merkmale auf den Lymphomzellen und heften sich gezielt an diese an. Gleichzeitig bringen sie körpereigene T-Killerzellen mit der Krebszelle in Kontakt. Dafür besitzen bispezifische Antikörper zwei unterschiedliche „Arme“: Einer bindet an die Krebszelle, der andere an die T-Zelle. So wird die Immunzelle gezielt zur Tumorzelle geführt und aktiviert, um diese anzugreifen. Anders als z.B. CAR-T-Zellen müssen bispezifische Antikörper nicht individuell für Betroffene hergestellt werden. Sie sind als fertige Medikamente verfügbar und können direkt eingesetzt werden.

Das KML hat die Herstellung dieser Patienteninformation unterstützt. Im Mittelpunkt der neuen Methoden-Broschüre stehen folgende Fragen: Was sind bispezifische Antikörper und wie wirken sie? Was unterscheidet bispezifische Antikörper von anderen Immuntherapien? Wer kann damit behandelt werden? Wie läuft die Behandlung ab? Und welche Nebenwirkungen sind möglich?

Autoren: Prof. Dr. med. B. Chapuy und Dr. med. R. Wurm-Kuczera (Charité – Universitätsmedizin Berlin).

Die Broschrüre wird kostenlos an Betroffene und Behandlungszentren abgegeben – Ärzt:innen und Selbsthilfegruppen können auch größere Mengen zur Weitergabe bestellen. Dies funktioniert am besten über den neuen KML-Shop, der in die KML-Mediathek integriert wurde.

Viele Informationen finden Sie in der KML_Mediathek

Gerhard Kreutzer

Quelle: Pressestelle KML

Bilder/Grafik: Pressestelle KML

23.07.2026