Onkologie tätigen Berufsgruppen vernetzen, lädt ein zur 37. Jahrestagung. Gastgeber der ATO-Tagung ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und der Krebsverband Baden-Württemberg. Während des zweitägigen Treffens am 22. und 23. November geht es in Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen um das Thema „Big Data im Spannungsfeld zwischen Datensouveränität und Forschungsfortschritt.“
Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe.
Seit 37 Jahren steht die ATO ein für optimale Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen in Baden-Württemberg. In der Arbeitsgemeinschaft wird den unterschiedlichen Berufsgruppen in der Onkologie und den Selbsthilfegruppen für Menschen mit Krebs eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung miteinander geboten.
In diesem Jahr ist das NCT Heidelberg Gastgeber der ATO-Tagung. Das onkologische Spitzenzentrum beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und führt Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammen, um sie für verbesserte medizinische Erkenntnisse zu analysieren.
Professor Dirk Jäger, Ärztlicher und Geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg, sagt: „Big Data beschleunigt unsere generelle Aufgabe, neue Erkenntnisse aus der Forschung in innovative Verfahren der Diagnostik, Therapie und Prävention von Krebs umzusetzen und in klinischen Studien anzubieten.“
Der Vorsitzende des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. Professor Dr. Walter E. Aulitzky, ergänzt: „Im Rahmen der Tagung sollen die Möglichkeiten der neuen Technologien, die auf alle in der ATO vertretenen Berufsgruppen und auf die Patienten Auswirkungen haben, diskutiert werden. Die darin erhaltenen Potentiale und auch die Risiken, die das mit sich bringt, werden unter verschiedenen Gesichtspunkten kontrovers betrachtet.“
„Dieoffenen Arbeitsgruppen der ATO-Tagung zu insgesamt zehn verschiedenen Fachrichtungen, bieten allen im Onkologischen Bereich tätigen Personen, vom Geschäftsführer eines Onkologischen Schwerpunktes bis zur onkologischen Pflegekraft aber auch Selbsthilfegruppen, die Möglichkeit sich über aktuelle Herausforderungen auszutauschen, Lösungen zu finden, Kompetenzen zu bündeln und Netzwerke aufzubauen“, berichtet die Geschäftsführerin des Krebsverbandes Ulrika Gebhardt.
Die Tagung beginnt am 22. November um 15:00 Uhr mit einem Workshop der Selbsthilfegruppen. Am 23. November gehört der Vormittag dem Austausch der verschiedenen Arbeitsgruppen. Zur Mittagszeit um 13:00 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung der Gäste durch Professor Dirk Jäger und Dr. Monika Vierheilig, Ministerialdirigentin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Nach Berichten aus den Arbeitsgruppen kommt es dann ab 15:00 Uhr zum vertieften Austausch über das Tagungsthema „Big Data – Spannungsfeld zwischen Datensouveränität und Forschungsfortschritt“. Dabei melden sich auch Professor Aulitzky und Professor Stefan Fröhling, der kommissarische Geschäftsführende Direktor des NCT Heidelberg, zu Wort. Letzterer wird darlegen, wofür die Gesundheitsdaten in der Forschung benötigt werden.
Der Workshop am 22. November findet im NCT Heidelberg, 2. OG im Raum K2/3, statt. Die Arbeitsgruppen und das Plenum am 23. November tagen im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Im Neuenheimer Feld 280.
Interessenten für die ATO-Tagung können sich bis zum 20. November per Post, Fax (06221 56- 5094), E-Mail (hso@nct-heidelberg.de) oder über die NCT-Website (www.nct-heidelberg.de/ato) anmelden. Für die Veranstaltung wurden Fortbildungspunkte beantragt.
Krebsverband Baden-Württemberg e.V.
Der Krebsverband Baden-Württemberg e.V. besteht seit 1973 und ist aus dem Zusammenschluss der früheren Landesverbände Baden (1926) und Württemberg (1928) entstanden. Er ist als Landesverband Mitglied der Deutschen Krebsgesellschaft.
Der Krebsverband wird vom Land Baden-Württemberg, den Rentenversicherungsträgern und Krankenversicherungen, der Landes- und Bezirksärztekammern, den kassenärztlichen Vereinigungen, Kliniken, Landkreisen und Gemeinden sowie der Liga der freien Wohlfahrtspflege und von weiteren privaten Verbänden und Einzelmitgliedern unterstützt.
Der Krebsverband Baden-Württemberg e.V. wird ehrenamtlich geführt.
Gerhard Kreutzer
Quelle: NCT-Heidelberg, Pressestelle
05. November 2018