25.04.2018

„Bewegung gegen Krebs“

25.04.2018

Übungsleiterqualifikation und der Ausbau von Gesundheitssportangeboten in den Vereinen auf der Agenda.

 

Im Rahmen von „Bewegung gegen Krebs“ machen die Deutsche Krebshilfe, der DOSB und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) seit 2014 auf die enorme Bedeutung von „Sport und Bewegung“ in der Krebsprävention aufmerksam. „Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Lebensstils können das Risiko an Krebs zu erkranken wesentlich reduzieren“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Laut Angaben des Robert Koch-Institutes gibt ein Drittel der deutschen Bevölkerung an, auf ausreichende Bewegung zu achten. Doch sowohl der Anteil der sportlich Aktiven in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist, erreicht nur etwa jeder Fünfte die von der WHO empfohlene wöchentliche Mindestzeit von zweieinhalb Stunden gemäßigter Bewegung.

 

Daherhaben die Deutsche Krebshilfe und der DOSB beschlossen, ihre seit einigen Jahren bestehende Kooperation fortzuführen und auch weiter auszubauen. In den kommenden Jahren werden neben den kommunikativen Aspekten verstärkt auch inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte gesetzt. „Wir wollen nicht nur die Menschen über die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung informieren, sondern auch die gesundheitsfördernden Angebote in Sport-deutschland weiter ausbauen“ sagt DOSB-Vorstandsmitglied für Sportentwicklung Karin Fehres. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Deutsche Krebshilfe und wir die Kooperation gemeinsam weiterentwickeln konnten.“ Im Fokus stehen dabei sowohl die Breiten- und Präventionssportangebote als auch die Rehabilitationssportangebote in den Vereinen – gezielt für Krebspatienten. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) wird bei-spielsweise das Thema der Qualifizierung von Rehasportübungsleitern/innen aufgegriffen.

 

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Und die Tendenz ist steigend – nicht zuletzt, weil die Menschen immer älter werden und Krebs in hohem Maße auch eine Erkrankung des Alters ist. Dadurch wird der Bedarf an Rehabilitationssportgruppen künftig steigen mit der Folge, dass auch vermehrt Übungsleiter/innen für die Anleitung und Betreuung der Rehabilitationssportgruppen qualifiziert werden müssen. Daher werden in Zusammenarbeit mit dem DBS über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die die Qualifizierungen für den Bereich Onkologie neu aufgestellt. „Wir freuen uns, mit der Übernahme des Teilprojektes „Qualifizierungsmöglichkeiten Rehabilitationssport Onkologie“ noch intensiver in das Gesamtprojekt „Bewegung gegen Krebs“ eingebunden zu sein. Dami ergibt sich die Möglichkeit, in der Aus- und Fortbildung das Thema Onkologie im Rehabilitationssport in den Fokus zu rücken und weiter zu verankern, um einheitliche Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleiter/innen zu schaffen und zusammen mit dem DOSB eine gemeinsame und einheitliche Ausrichtung zu bewirken“, so Vera Jaron, Vizepräsidentin Bildung/Lehre und Leitende Ärztin Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport des DSB.

 

Worum geht es bei den Teilprojekten?

 

Über das Projekt

 

Spaß an Sport und Bewegung

 

Im Rahmen des Pro´jekts „Bewegung gegen Krebs“ machen die Deutsche Krebshilfe, der Deutsche Olympische Sportbung (DOSB) und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) auf die wichtige Bedeutung von „Sport und Bewegung“ in der Krebsprävention aufmerksam. Spaß an Sport und Bewegung vermitteln sowie einfache Tipps und Hilfen für die ersten Schritte zu mehr Bewegung zu geben, ist das gemeinsame Ziel.

 

Auch in Therapie und Nachsorge kann sportliche Aktivität eine wichtige Rolle spielen.

 

Teilprojekte im Gesundheitssport

 

Kurzbeschreibung Projekt „Qualifizierungsmöglichkeiten Rehabilitationssport in der Onkologie“

 

Indiesem Teilprojekt 1, das vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) übernommen wird, hat das Ziel einheitliche Inhalte für die Qualifizierungsmaßnahmen von Übungsleiter/innen im Rehabilitationssport in der Onkologie zu erarbeiten. Dies erfolgt zum einen um den untrschiedlichen Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht zu werden, zum anderen, um die neuen Erkenntnisse aus der Bildung und Lehre sowie der Wissenschaft in die Qualifizierungsmaßnahmen einfließen zu lassen. Ein weiteres Ziel ist es, bestehende Angebote im Rehabilitationssport für Menschen mit Krebserkrankungen auszuweiten und neue Angebote zu schaffen. Im Vordergrund steht die Erstellung einheitlicher Lehr- und Lernmaterialien nach modernen Lern- und Lehrmethoden. Hierdurch soll eine Standardisierung und damit verbunden eine Steigerung der Qualität in den Lehrgangsmaßnahmen erreicht werden. Diese Materialien werden im Rahmen von Modelllehrgängen und einer Multiplikatorenschulung erprobt und evaluiert, um sie langfristig in die Aus- und Fortbildung zu implementieren.

 

Kurzbeschreibung Projekt „Bewegt bleiben-Rehabilitations-, Präventions- und Breitensport für (ehemahlige) Krebspatienten/innen“

 

In diesem Teilprojekt 2 stehen (ehemalige) Krebspatienten/innen während der Übergangsphase von der Rehabilitationsklinik zu einem bewegungsfreundlichenAlltag im Mittelpunkt. Ziel ist es, Informations- und Versorgungslücken zwischen Rehabilitationskliniken und Sportvereinen zu schließen, um den Zugang zu den Gesundheitssportangeboten der Hessischen Vereine zu erleichtern. Von der positiven Wirkung des Sports auf Therapiespätfolgen profitieren ehemalige Krebspatienten/innen auch dank der vielfältigen Rehabilitations- und Präventionsangebote der Vereine. Zudem lässt sich in diesem Zusammenhang auf die Prävention von Folgeerkrankungen verweisen.

 

Gemeinsam mit seinen Partnern – dem Hessischen Behinderten- und Rehabilitations- Sportbund (HBRS) und dem Hessischen Turnverband (HTV) – will der Landessportbund Hessen Vereine dabei unterstützen, ihr gesundheitssportliches Profil noch stärker herauszustellen und gegenüber Ärzten, Kliniken und Patienten transparent zu machen. Wie das Zusammenspiel aller Akteure dabei in optimaler Weise erfolgen kann, wird in zwei Modellkommunen beispielhaft umgesetzt. Dabei werden die bestehenden Netzwerke zwischen Sportvereinen Sportvereinen, Ärzten, Rehabilitationszentren und anderen Akteuren weiter ausgebaut, um die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln und zu stärken.

 

Deutsche Krebshilfe

 

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 500.000 Menschen, davon 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren neu an Krebs. Den Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen, ist das wichtigste Anliegen der Deutschen Krebshilfe.

 

Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Organisation seit 1974 Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie,medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe informiert die Bevölkerung über das Thema Krebs und die Möglichkeiten, Krebs zu vermeiden (Prävention) und früh zu erkennen. Sie versteht sich als Anwalt der Krebspatienten und setzt sich auf allen Ebenen der Medizin und der Gesundheitspolitik dafür ein, dass krebskranke Menschen in Deutschland optimal versorgt werden. Zusammen mit ihrer Tochterorganisation, der Dr. Mildred Scheel Stiftung für Krebsforschung, fördert sie zahlreiche innovative Forschungsprojekte mit dem Ziel, neue Therapien und Diagnoseverfahren gegen Krebs zu entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung und erhält keine öffentlichen Mittel.

 

Deutscher Olympischer Sportbund

 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dieregierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports, wurde am 20. Mai 2006 gegründet durch Zusammenschluss des DeutschenSportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Der DOSB steht für Leistung, Lebensfreude und Wertevermittlung. 27,5 Millionen Menschen in über 91.000 Sportvereinen sind Mitglieder. Er ist die größte Bürgerbewegung Deutschlands. Mitgliederorganisationen des DOSB sind 16 Landessportbünde, 63 Spitzenverbände sowie 20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben. Der DOSB setzt sich dafür ein,dass Menschen in einer gesunden Umwelt sportlich und umweltverträglich aktiv sind und unterstützt die Zusammenführung aller Gruppen der Gesellschaft. Der DOSB unterstützt und fördert das Ehrenamt. Mehr als 8,6 Millionen Freiwillige und ehrenamtlich Tätige sind für die Turn- und Sportvereine im Einsatz. Rund 450 Millionen Übungsstunden werdenjährlich geleistet.

 

Deutsche Sporthochschule Köln

 

Qualifizierte Ausbildung und internationale Forschung, dafür steht die Deutsche Sporthochschule Köln – die einzige Sportuniversität in Deutschland mit aktuell va. 5.300 Studierenden aus 62 Ländern.Als europäisch ausgerichtete Universität mit modernen Bachelor-/Master-Studiengängen, Lehrerausbildung sowie weltweitanerkannter Forschung hat sie der Sportwissenschaft stets Impulse gegeben und sie nachhaltig beeinflusst. An 20 wissenschaftlichen Institutionen wird geforscht und gelehrt – von erziehung-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern bis hin zu medizinisch-naturwissentschaftlichen Disziplinen.

 

Landessportbund Hessen e.V.

 

Gemeinsam mit dem Landessportbund Hessen startete Anfang 2018 das Teilprojekt „Bewegt bleiben – Rehabilitations-, Präventions- und Breitensport für (ehemalige) Krebspatienten“.

 

Der Landessportbund Hessen (Isbh) ist die Vereinigung aller hessischen Sportvereine und -verbände mit ca. 2,1 Millionen Mitgliedern. Er vertritt als Dachorganisation der etwa 7.700 Sportvereine, die ein flächendeckendes Sportangebot garantieren, die Interessen des Sports in Hessen. Sportliche, gesellschafts- und bildungspolitische Kompetenz, Innovationskraft, Qualität und ehrenamtliches Engagement von 192.000 Menschen sichern die Stärken des Isbh.

 

Deutscher Behindertensportverband e.V.

 

Gemeinsammit dem Deutschen Behindertensportverband startete Anfang 2018 das Teilprojekt „Qualifizierungsmöglichkeiten Rehabilitationssport in der Onkologie“.

 

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) e.V. ist im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) der Spitzenverband für den Leistungs-, Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport von Menschen mit Behinderung und Nationales ParalympischesKomitee für Deutschland. Mit seinen 17 Landes und 2 Fachverbänden sowie rund 6.300 Vereinen und rund 577.000 Mitgliedern gehört der DBS zu den weltweit größten Sportverbänden für Menschen mit Behinderung.

 

Der DBS verfolgt den Zweck, den Sport von Menschen mit Behinderung als Mittel der Prävention und Rehabilitation sowie der Inklusion zu fördern und einzusetzen. Zudem möchte er jedem Menschen mit oder mit drohender Behinderung sowie Menschen mit chronischer Erkrankung die Teilnahme am Sport, insbesondere im Prozess der Rehabilitation sowie unter dem Aspekt der medisinisch begleiteten Gesundheitsförderung und Teilhabe ermöglichen.

 

Botschafter

 

Antje Möldner-Schmidt, 3.000-Meter-Hindernisläuferin

Alexander Spitz und Leander Kress, Skifahrer mit Kämpferherz

Heiko Herrlich, Profi-Fußballtrainer

Britta Heidemann, Olympiasiegerin im Degenfechten

Shary Reeves, TV-Moderatorin

Wolfgang Overath, Fußball-Weltmeister 1974

 

Gerhard Kreutzer

Quelle: Pressestelle Deutsche Krebshilfe

25.04.2018