24.02.2018

Deutsche Krebshilfe Preis

24.02.2018

großen Verdienste in der pädiatrischen Onkologie, inssbesondere in der Entwicklung von Therapiestrategien beim Erwing-Sarkom. Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Organisation, überreicht die hocheangige Auszeichnung in der Redoute in Bonn Bad Godesberg. Der Deutsche Krebshilfe Preis ist mit jeweils 15.000 Euro dotiert.

 

„Die Deutsche Krebshilfe zeichnet heute drei Wissenschaftler aus, die mit großem Engagemen dazu beigetragen haben, die Heilungsschancen krebskranker Menschen zu verbessern und unser Wissen über die Krankheit Krebs zu erweitern“, sagt Pleitgen. Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis an herausragende Ärzte und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Onkologie wolle die gemeinnützige Organisation den großen Stellenwert der Krebsforschung im Kampf gegen die Krankheit zum Ausdruck bringen, aber auch das Engagement entscheident verbessert haben.

 

Seit den 1980er Jahren arbeiten Wissenschaftler weltweit daran, das körpereigene Immunsystem bnei der Abwehr von Krebszellen zu stärken. „Fortschritte in der Forschung haben dazu geführt, dass die Immuntherapie in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, anlässlich der Preisvergabe. „Große Erkenntnisgewinne in diesem Bereich sind maßgeblich auf die wissenschaftlichen Arbeiten von Herrn Professor Riethmüller und Frau Professorin Schendel zurückzuführen“, erklärt nettekoven.

 

Professor Dr. Dres. h. c. Gert Riethmüller emeritierter Direktor des Instituts für Immunologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, wird für seine Pionierarbeit und bahnbrechnden Erfolge in der Entwicklung von therapeutisch einsetzbaren Antikörpern bei Krebserkrankungen ausgezeichnet. „Die wissenschaftlichen Erkenntnisse von professor Riethmüller haben den Grundstein für die Tumorbehandlung durch das Immunsystem gelegt“, sagt Laudatorin Professorin Dr. Christine Falk vom Institut für Transplantationsimmunologie der Medizinischen Hochschule Hannover. “ Ohne sie wäre eine Antikörpertherapie bei Krebs, wie wir sie heute kennen und anwenden, nicht denkbar.“

 

Professorin Dr. Dolores J. Schendel, ehemalige Leiterin des Instituts für Molekulare Immunologie am Helmholtz-Zentrum München, erhält den Preis für ihre bedeutenden Beiträge zur Entwicklung  hochinnovativer Immuntherapie-Technologien. „Die wissenschaftlichen Arbeiten von Fra Professorin Schendel  stellen einen Meilenstein in der personalisierten Immuntherapie dae“. würdigt Laudator Professor Dr. Thomas Blankenstein, Direktor des Instituts für Immunologie der Charitè in Berlin, die Verdienste der Preisträgerin. Professorin Schendel arbeitet nach wie vor an der weiteren Entwicklung von T-Zell-basierten Immuntherapien gegen Krebs, die individuell auf den Patienten zugeschnitten sind.

 

Träger des Deutsche Krebshile Preis 2017 ist Professor Dr. Herbibert Jürgens, emeritierter Direktor der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster. Mit der Preisverleihung würdigt die Deutsche Krebshilfe seine großen Verdienste in der pädiatrischen Onkologie, insbesondere in der Entwicklung von Therapiestrategien beim Erwing-Sarkom, einem häufigen Knochentumor im Kindes- und Jugendalter. “ Mit Professor Jürgens zeichnet die Deutsche Krebshilfe einen Mediziner und Wissenschaftler aus, dem neben der Weiterentwicklung der Krebstherapie auch die psychosoziale Versorgung der Kinder und deren Familien besonders am Herzen lag“.

 

Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis kommt die Organisation dem letzten Wunsch von Dr. Wilhelm Hoffmann nach: Er hinterließ der Deutschen Krebshilfe im Jahr 1996 eine namhafte Erbschaft verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

 

Gerhard Kreutzer

Quelle:

Deutsche Krebshilfe, Pressestelle

05.02.2018