06.05.2016

10 Jahre SHG Pforzheim

06.05.2016

 

Seit 2007 wird die Gruppe mit 57 Betroffenen und Angehörigen (Stand 6/2013) von Gerhard Kreutzer geleitet.

Das 10jährige Bestehen der inzwischen weit über die Grenzen von Pforzheim und dem Enzkreis hinaus bekannten Gruppe wurde am Samstag, den 6. Juli 2013, im Bürgerhaus Arlinger mit über 70 Gästen würdevoll gefeiert.

Das Motto des Festaktes lautete:

„Der Mensch im Mittelpunkt“

Um 10 Uhr begann der Festakt mit einem Glas Sekt und lockerer Unterhaltung, und gegen 10.45 Uhr spielte zur Eröffnung eine Querflötengruppe, bestehend aus 4 jungen Damen von der Jugendmusikschule Pforzheim in Begleitung ihres Musiklehrers.

Anschließend begrüßte Gerhard Kreutzer die in großer Zahl erschienenen Gäste.

In einem Rückblick zeigte er wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Selbsthilfegruppe auf und stellte deren Aufgaben und Aktivitäten vor.

Es folgten Grußworte vom Krebsverband Baden-Württemberg e.V. Stuttgart, vertreten durch Frau Wohland-Braun, Ärztin und Leiterin der Geschäftsstelle, und von der Krebsberatungsstelle Stuttgart (ebenfalls überbracht durch Frau Wohland-Braun).

Ralf Rambach, DLH Vorsitzender, würdigte die Arbeit der Selbsthilfegruppe aus Sicht des Bundesverbandes.

Roland Hübner, Leiter des Dezernats Familie, Bildung und Soziales beim Landratsamt Enzkreis überbrachte neben seinem eigenen Grußwort auch Grußworte von Karl Röckinger, Landrat des Enzkreises sowie von Monika Müller, Sozialbürgermeisterin der Stadt Pforzheim. Er hielt im Anschluss einen Vortrag zum Thema „Ehrenamt in der heutigen Gesellschaft“. Hierbei würdigte er insbesondere diejenigen, ehrenamtlich Tätigen, die selbst an einer schweren Erkrankung leiden und dazu noch bereit sind, sich für andere einzusetzen und Hilfe durch Selbsthilfegruppen anzubieten.

Danach trat noch einmal die Querflötengruppe der Jugendmusikschule Pforzheim auf.

Prof. Dr. Walter Aulitzky, Chefarzt Innere Medizin II am Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart, sprach zum Thema „Bedeutung der Selbsthilfegruppen in der Medizin“ und zeigte auf, wie wichtig die Zusammenarbeit der Kliniken mit Selbsthilfegruppen ist.

Frau Dr. Bettina Sandritter, Hämatologin/Onkologin, Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums am Klinikum Pforzheim, gewährte mit ihrem Vortrag zum Thema “ Leukämien und Lymphome: Behandlung vor 100 Jahren und heute“ einen Einblick in die enorme Entwicklung, die die Medizin in den letzten Jahren durchlaufen hat.

Prof. Dr. Martin Bentz, Klinikdirektor der Medizinischen Klinik III am Städt. Klinikum Karlsruhe, sprach über „Die Zukunft der Leukämie- und Lymphom – Erkrankungen in der nächsten

Dekade“. Er stellte neueste Daten vom amerikanischen ASCO – Kongress, der in 2013 in Chicago stattfand, vor und zeigte aktuelle Entwicklungen in der Therapie auf.

Besonders erfreut waren wir, dass wir auch Hella Marquardt, ehemalige Stadträtin der Stadt Pforzheim, auf unserem Festakt begrüßen konnten. Sie ist auch heute noch immer sehr engagiert im Bereich Soziales für Pforzheim und dem Enzkreis.

Danach trat nochmals die Querflötengruppe auf, bevor die Gäste das bereitgestellte Buffet „stürmen“ konnten.

Der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen wurde begleitet von leichter Instrumentalmusik unseres Gruppenmitglieds Andreas Valerie. Hierbei blieb auch viel Raum für Gespräche untereinander und so ging ein sehr gelungener und erfolgreicher Festtag zu Ende.

Unser Dank gilt allen, die mit ihren Gru0worten und Beiträgen den Festakt der Selbsthilfegruppe bereichert haben – und natürlich allen aktiven Gruppenmitgliedern, die an unseren regelmäßigen Treffen und Aktivitäten teilnehmen, denn was wäre eine Selbsthilfegruppe ohne Mitglieder?

Einen besonderen Dank meiner lieben Frau Josefa, die mit mir gemeinsam die Gruppe leitete mich auf allen Wegen begleitete und die Planung für diesen Festakt aktiv mitgestaltete, es war die letzte große Aufgabe die Sie mit mir zu einem gro0en Erfolg werden ließ, sie starb nach kurzer aber sehr schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren am 8. September 2013