04.05.2016

Weltkrebstag

04.05.2016

 

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ca. 30% aller Erkrankten es nicht aus eigener Kraft aus dieser Krise schaffen. Meist fallen sie nach Abschluss der klinischen Therapie in ein tiefes Loch, ziehen sich zurück oder fühlen sich völlig überfordert. Im schlimmsten Fall folgen psychische Störungen und Depressionen.

Damit es nicht so weit kommt, möchte der Krebsverband Baden-Württemberg Krebskranke und Angehörige am Weltkrebstag dazu auffordern, sich bereits während oder unmittelbar im Anschluss der Behandlung nach einer Rehabilitationsmaßnahme zu erkundigen und ermutigen, ihren Arzt nach einer Krebsberatungsstelle oder einem Psychoonkologen zu fragen.

Niemand sollte eine Krebserkrankung alleine durchstehen müssen.

Suchen Sie schon früh eine psychoonkologische Beratung auf, um sich selbst und ihre Familie zu entlasten, rät Hubert Seiter, Krebsverband Baden-Württemberg.

Die tägliche Arbeit mit krebskranken Menschen in den Psychosozialen Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg zeigt: Betroffene, die sich schon während der medizinischen Behandlung psychoonkologisch beraten lassen, leiden seltener unter Angstzuständen und psychischen Störungen.

Sie können sich besser auf ihre Gesundung konzentrieren und haben mehr Kraft für die Dinge, die ihnen jetzt wichtig sind. Oft fehlt im Alltag eine unabhängige Person, die zuhört, mit der man offen reden kann, die kompetent bei der Krankheitsbewältigung hilft und ein Stück weit durch die Krise begleitet.

Aber auch Angehörige profitieren von der Beratung, weil sie erfahren, wie sie helfen können.

Seelische Unterstützung und sozialen Rückhalt finden Betroffene und Angehörige auch in einer der mehr als 250 Selbsthilfegruppen nach Krebs, die vom Krebsverband Baden-Württemberg unterstütz werden.

Hintergrundinfos zum Weltkrebstag am 4. Februar 2012

Die Weltkrebsorganisation (UICC – Union internationale contre le Cancer) hat diesen Tag ins Leben gerufen, um die Sterblichkeit an Krebs und anderen nicht übertragbaren Erkrankungen bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent zu senken.

Das Ziel ist nur erreichbar, wenn alle mithelfen, die Krebsprävention und Früherkennung stärker im Bewusstsein und im Verhalten der Menschen zu verankern. Denn laut Schätzungen der UICC könnten allein durch eine gesunde Lebensweise und mehr Bewegung bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden.

Das wäre für Deutschland mit über 450.000 Neuerkrankungen pro Jahr etwa 180.000 Erkrankungen weniger.

Quelle: http://www.gekid.de/ Gesellschaft epidemiologischer Krebsregister in Deutschland e.V.

Weitere Infos zum Weltkrebstag: http://www.worldcancerday.org/

Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Im Krebsverband Baden-Württemberg e.V. sind derzeit über 250 Selbsthilfegruppen nach Krebs vertreten. Die siebzehn Onkologischen Schwerpunktkrankenhäuser und Tumorzentren des Landes  sind hier zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Hauptaufgaben sind die Information und Beratung von Betroffenen, die Förderung der Selbsthilfe, Vernetzung onkologischer Einrichtungen und Selbsthilfegruppen und Unterstützung von Projekten und patientenorientierter Forschung in Baden-Württemberg.

Seit 80 Jahren ist der Krebsverband Baden-Württemberg aktiv, er ist eine Landeskrebsgesellschaft der Deutschen Krebsgesellschaft.

Kontaktdaten:

Krebsverband Baden-Württemberg e.V.
Adalbert-Stifter-Str. 105
70437 Stuttgart

Internet:  www.krebsverband-bw.de

Quelle: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.  Pressemeldung