Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe.
„Wir sehen die Selbsthilfe als einen wichtigen Partner“ würdigt Prof. Dr. Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor am NCT Heidelberg, das ehrenamtliche Engagement der Gruppen.
Dass das NCT nun als erste onkologische Klinik in Deutschland ein Selbsthilfefreundliches Krankenhaus wird, verdeutlicht den Anspruch des NCT, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.
Wenn wir uns am Patienten orientieren, können wir unsere Qualität weiter verbessern und ihm eine optimale Behandlung und Versorgung am NCT anbieten.
Die Kooperationsvereinbarung sieht einen Handlungsplan mit insgesamt acht Punkten vor. Diese sollen helfen, neue Strukturen für die Selbsthilfeorganisationen und -gruppen zu schaffen.
Zunächst soll die Zusammenarbeit festgeschrieben und dokumentiert werden. Des Weiteren gehört dazu, die Patienten und deren Angehörige über die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe zu informieren, deren Sichtbarkeit zu erhöhen, die Selbsthilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit zu berücksichtigen, regelmäßige Treffen zwischen Klinik und der Selbsthilfe zu veranstalten, zudem die Selbsthilfe in die Gremienarbeit einzubinden, einen Ansprechpartner der Klinik für die Selbsthilfegruppen zu benennen sowie alle Mitarbeiter über die Zusammenarbeit zu informieren.
„Diese acht Punkte zeichnen den Weg vor, wie die Selbsthilfe in Abläufe der Kliniken mit eingebunden werden kann“, erklärt Dr. Ulli Biechele von der Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden – Württemberg.
„Dadurch wird die Selbsthilfe systematisch verankert und die Zusammenarbeit wetterfest gemacht. Das Engagement zum Wohle der Patienten ist dann nicht mehr abhängig von persönlichen Beziehungen und vom Geschick Einzelner: Ziel dieser Vereinbarung ist ebenfalls, alle Mitarbeiter in der Klinik mit ins Boot zu holen.“
Deshalb gibt es nun am NCT Heidelberg eine Selbsthilfebeauftragte. Dieses Amt hat Kirsten Bikowski übernommen: „Es ist spannend, die Berührungspunkte zwischen der Selbsthilfe und dem NCT Heidelberg zu gestalten“, beschreibt sie ihre neu hinzugewonnene Aufgabe. Wir haben schon einiges getan: Die Selbsthilfegruppen haben bereits einen Platz auf unserer Homepage. Auch bei unserem Tag der offenen Tür haben einige Gruppen die Expertenvorträge ergänzt und ihre vorgestellt.“
Das Heidelberger Selbsthilfebüro freut sich über den Kooperationsvertrag. Dessen Geschäftsführerin Bärbel Handlos hilft dort seit 2006 den Selbsthilfegruppen, sich zu vernetzen.
„Gerade für die medizinische Versorgung in der Region ist es wichtig, dass die Selbsthilfegruppen als Sprachrohr die Anliegen und Erfahrungen der Patienten bündeln und weitergeben.“
„Die Vereinbarung hilft, dass die Selbsthilfe auch bei allen Beteiligten in der Klinik auf offene Ohren stößt.“
Quelle: Pressemeldung NCT Heidelberg vom 6. Juli 2011