Die meisten Erkrankungen sind im Blut zu erkennen, so dass die Blutuntersuchung die Basis der Diagnostik darstellt. Die Blutproben werden im klinikverbundeigenen Zentrallabor in den Kliniken Sindelfingen analysiert, dadurch sind schnelle Ergebnisse gewährleistet.
„Wir können Chemotherapien stationär durchführen, beispielsweise bei Patienten mit einer Leukämie. Viele andere Therapien bei bösartigen Tumorerkrankungen werden aber auch ambulant durchgeführt“, erklärt Wolff.
Auch für andere Erkrankungen des Blutes, wie zum Beispiel eine Anämie oder eine Blutgerinnungsstörung, stünde heutzutage eine sehr breite Palette medikamentöser Therapien zur Verfügung.
Andrè Wolff ist kein Unbekannter am Calwer Krankenhaus. Von 2001 bis 2006 war er dort bereits tätig und wirkte als Assistenzarzt von Dr. Ewald Prokein, dem ehemaligen Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, beim Aufbau einer Chemotherapie – Ambulanz mit. Anschließend wechselte er ans Universitätsklinikum Würzburg, um seine Ausbildung zum Hämatologen abzuschließen, ebenso wie die Subspezialisierung zum Palliativmediziner.
Unter dem Begriff Palliativmedizin subsumiert man die aktive ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung.
Ziel ist es, ihre körperlichen Beschwerden zu lindern, aber auch psychische, soziale und spirituelle Probleme zu minimieren.
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern.
„Personell und strukturell sind wir gut aufgestellt“, sagt er, das Team und Knowhow seien vorhanden. Derzeit steht ein Palliativzimmer zur Verfügung.
Wolf will auch in diesem Bereich in Calw so einiges bewegen.
Quelle: Bernd Schiel, Gesundheitsmagazin Impulse